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Pressemitteilung

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 5. Schweizerische Frauensynode in Zürich

Wirtschaftliche Transaktionen haben mit Menschenwürde zu tun

 

Am Samstag trafen sich über 600 Frauen zur von der Frauen-Kirchen-Bewegung Schweiz organisierten Veranstaltung, um sich mit dem Thema „Wert-Schöpfung“ auseinanderzusetzen und miteinander ein buntes Frauenfest zu feiern. Ein Blickfang war unter anderem die Kunstaktion, an welcher Hunderte von Frauen in einer Live-Performance in der Innenstadt den Wert der unbezahlten, mehrheitlich von Frauen geleisteten Arbeit sichtbar machten.

 

Eröffnet wurde die Frauensynode auf dem Münzplatz von Stadtpräsidentin Corine Mauch. Sie hiess die Frauen willkommen in Zürich. Maya Graf, Vizepräsidentin des Nationalrats, ermunterte die Frauen, sich aktiv und früh am Wirtschaftsleben zu beteiligen. „Eine Krise jagt die andere. Wir Frauen sollten nicht immer erst beim Aufräumen dabei sein.“

 

Unbezahlte Arbeit wird zunehmend mehr monetarisiert

Die Ökonomin Ulrike Knobloch, Universität Freiburg, zeigte auf, dass unbezahlte Arbeit aufgrund der erhöhten Erwerbstätigkeit der Frauen immer stärker monetarisiert wird, während sich die Männer an der unbezahlten Arbeit in nur geringem Ausmass beteiligen. Zudem wies sie auf die gleichzeitige „Globalisierung der Hausarbeit hin“. Zunehmend mehr Ausländerinnen übernehmen gegen geringe Bezahlung Reinigungs- und Betreuungsaufgaben im Haushalt. Es sei jedoch wichtig, unbezahlte Arbeit als Voraussetzung für das Funktionieren der Marktwirtschaft zu betrachten. Knobloch plädierte unter anderem dafür, es nicht bei der Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu belassen. Die Theologin Christina Aus der Au beleuchtete das Thema aus der Perspektive der Würde. Sie forderte dazu auf, nicht nur Arbeitsprozesse zu analysieren, sondern auch darüber zu nachzudenken, welche Werte beim Entstehen von Produkten und Ergebnissen eine Rolle spielten. Sie sprach von „Würdeschöpfung statt Wertschöpfung“ und wies darauf hin, dass unbezahlte Arbeit zur Achtung der Menschenwürde beitrage. Auch die „Rezipienten“ der unbezahlten Arbeit, etwa Kinder oder betagte Menschen könnten in einem Arbeitsprozess ihre Würde bewahren oder eben nicht. Der Film von Renata Grünenfelder gab Einblick in den beruflichen Werdegang von vier unterschiedlichen Frauen und ihre Ansichten zum Wirtschaften von Frauen. 

 

Frauen als wandelnde Preisschilder für unbezahlte Arbeit

Nach dem Frauenmarkt und den über 20 Workshops, die das Thema Wert-Schöpfung in allen möglichen Facetten vertieften, traten die Synodeteilnehmerinnen im Rahmen der Kunstaktion auch öffentlich für ihr Anliegen ein. Sie liefen als wandelnde Preisschilder über ein Laufband, wo ihr Preisschild gescannt und der enorme Wert der unbezahlten Arbeit auf diese Weise sichtbar gemacht wurde. Die Kunstaktion war als Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule der Künste Zürich entwickelt worden.

 

Ein Frauenfest vom Feinsten

Nach der ökumenischen Feier im Fraumünster klang die Frauensynode in einem Frauenfest mit Nachtessen, einem Konzert mit Dodo Hug und Tanz im Kongresshaus aus. Die Projektleitung zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung und der hohen Anzahl Teilnehmerinnen sehr zufrieden.

  

www.frauensynode.ch

  

Für Rückfragen: Brigitte Becker, Projektleitung, Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir.

 

Medienmitteilung Frauensynode 21.05.2011

 

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5. Schweizer Frauensynode in Zürich, Teil 1

Wir sollten nicht erst beim Aufräumen dabei sein!

Über 600 Frauen nahmen am an der 5. Schweizerischen Frauensynode zum Thema Wirtschaft und Wert-Schöpfung in Zürich teil. Stadtpräsidentin Corine Mauch hiess die Frauen willkommen in Zürich. Vizepräsidentin des Nationalrats Maya Graf ermunterte die Frauen, sich aktiv und früh am Wirtschaftsleben zu beteiligen. „Eine Krise jagt die andere. Wir Frauen sollten nicht immer erst beim Aufräumen dabei sein“.

Ulrike Knobloch, Ökonomin der Universität Freiburg, wies darauf hin, dass unbezahlte Arbeit zunehmend stärker monetarisiert wird. Es sei wichtig, unbezahlte Arbeit als Voraussetzung für das Funktionieren der Marktwirtschaft zu sehen. Die Theologin Christina Aus der Au ging in ihrem Referat auf die Frage nach der Würde in der Wirtschaft ein. Sie forderte dazu auf, nicht nur Arbeitsprozesse zu analysieren, sondern auch darüber zu nachzudenken, welche Werte beim Entstehen von Produkten und Ergebnissen eine Rolle spielten. Sie forderte „Würdeschöpfung statt Wertschöpfung“ und wies darauf hin, dass mit unbezahlter Arbeit ein Betrag zur Achtung der Menschenwürde geleistet werde.

Für Rückfragen: Brigitte Becker, Projektleitung, Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir.  

Medienmitteilung_kurz.pdf

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